Forum Universität

Überparteiliche Initiative zur Stärkung des demokratischen Gedankens und der universitären Autonomie an der Hochschule Vechta und an anderen Universitäten

 

Das “Forum Universität” ist eine Vereinigung von Mitgliedern der Universität in Vechta, die die Entwicklung dieser Institution in kritischer Sympathie mitgestalten wollen. Dabei geht es ihnen auch darum, Fehlentwicklungen, die insbesondere vom Hochschulrat, von der gegenwärtigen Hochschulleitung und vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur zu verantworten sind, entgegenzusteuern.

Das “Forum” ist bemüht, innerhalb und außerhalb der Universität für Öffentlichkeit und Aufklärung zu sorgen. Diesem Ziel dient die Veröffentlichung eines Nachrichtendienstes unter der Bezeichnung
Bewegungsmelder, die Erarbeitung von Schwarzbüchern sowie die Internetpräsenz.

Das “Forum” macht vor allem solche Fakten publik, die offiziell verschwiegen werden. Dazu gehören u. a. die Schriftenreihe
Vechtaer Universitätsschriften und der Alumniclub Vechta.

Das “Forum” gibt Informationen über vielerlei Vorgänge, die Anlass zur Sorge bieten. Es wird eine aktuelle
Presseschau zusammengestellt, in die (kritische und auch unkritische) Artikel und Kommentare über das Geschehen in Vechta aufgenommen werden. Ältere Artikel seit 1990 werden im Archiv gesammelt.

 

Über die Gründung des “Forums” im Mai 1996 berichtete die Presse wie folgt:

1996-Mai-16/17
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

An der Uni ein neues »Forum«

Vechta (ak) – Kritiker des Vechtaer Universitätspräsidenten und des Hochschulrates haben sich in einem »Forum Universität« zusammengefunden. Sie wollen nach eigenen Angaben Gefahren von der Universität abwenden und verhindern, daß eine einseitige hochschulpolitische Ausrichtung stattfindet.

»Forum Universität« in Vechta gegründet
Neue Initiative will »Gefahren abwenden«

Vechta – An der Hochschule Vechta hat sich das »Forum Universität« gebildet, eine nach eigenen Aussagen »überparteiliche Gruppierung zur Stärkung des demokratischen Gedankens und der universitären Autonomie«, in der Dozenten, Mitarbeiter und Studenten zusammenwirken, um die Entwicklung der Universität kritisch zu begleiten.

Die Initiative, so teilten es gestern Dr. Franz Bölsker-Schlicht und Professor Dr. Reiner Hildebrand mit, wolle »folgende Gefahren abwehren«:

– Abbau der Fachbereich
– Ausgrenzung der demokratisch gewählten Repräsentanten der Fachbereiche, der Dekane, die für Forschung und Lehre zentral zuständig sind.

Sie wollen außerdem verhindern, daß weiterhin
– die Werbung der Uni ausschließlich für wenige, ja sogar gegen andere Studiengänge stattfindet, und daß
– berechtigte Kritik unterdrückt wird.

Diesem Punkt wollen die Initiatoren besondere Aufmerksamkeit widmen, nachdem der Kreistagsabgeordnete Uwe Bartels, Vechtaer Professoren und die lokale Presse aufgefordert hat, ihren »eigentlichen Job zu tun«. Das »Forum« weist die darin enthaltene Unterstellung zurück, die Professoren kämen ihren Aufgaben nicht nach. Es gehört zu den Pflichten eines Professors, Kritik an Maßnahmen zu üben, die ihm unbillig erscheinen.

Weiter bedauert das »Forum«, daß ein Dialog bisher erschwert sei, weil z. B. den Hochschulmitgliedern anstelle eines kritischen Diskurses Unterschriften für eine vom Prorektor vorgefertigte »Ergebenheitsadresse« abverlangt würden. Auch lege Rektor Howe keineswegs – »wie bei seiner Wahl versprochen« – jedes Semester vor dem Konzil Rechenschaft ab.



1996-Mai-17
Nordwest-Zeitung

Forum Universität will »kritisch begleiten«
Gruppierung strebt Überparteilichkeit an

eb/ccf Vechta. An der Hochschule Vechta hat sich jetzt das Forum  Universität gebildet An der nach Auffassung seiner Mitinitiatoren Dr. Franz Bölsker-Schlicht und Professor Reiner Hildebrandt »überparteilichen Gruppierung zur Stärkung des demokratischen Gedankens und der universitären Autonomie« wirken Dozenten, Mitarbeiter und Studenten mit.

Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die »Entwicklung der kleinen niedersächsischen Universität kritisch zu begleiten«. Arbeitsschwerpunkte sollen unter anderem die »Abwehr eines Abbaus von Fachbereichen sowie die Ausgrenzung der demokratisch gewählten Fachbereichsrepräsentanten« sein.

Darüber hinaus wollen die Initiatoren verhindern, »daß weiterhin berechtigte Kritik unterdrückt wird.« Damit reagiert das Forum Universität auf die Aufforderung des Kreistagsabgeordneter Uwe Bartels (SPD) an Vechtaer Professoren »ihren eigentlichen Job zu tun«. Nach Auffassung der neuen Gruppe liegt in dieser Formulierung »die Unterstellung, Professoren kämen ihren Aufgaben nicht nach.«